Vorsicht bei Qualitätssiegeln für Möbel
Tanja | 26 November 2011 | 05:00
Manche Möbel-Hersteller geben eigene Qualitätszeichen heraus. Der Schluss liegt natürlich nahe, dass
mit solchen selbstgemachten Qualitätssiegeln Falschaussagen an den Kunden gebracht werden. Dabei
gibt es eine Hürde: Das Werbegesetz, das Wettbewerbsrecht und viele andere Gesetzgebungen in
Deutschland sorgen dafür, dass nicht mit Lügen geworben werden darf. Doch sicher wird nicht gleichÂ
jedes schwarze Schaf entdeckt. Vorsichtig sollte man sein, wenn man etwas von "schadstofffrei" liest. Es ist nämlich unmöglich, dass
überhaupt kein Stoff in irgendeinem Produkt steckt, der nicht offiziell als Schadstoff eingestuft werden
könnte. So gibt es zum Beispiel ganz natürliche „Schadstoffe“ wie Terpene, die ein natürlicher
Bestandteil von Nadelhölzern sind und bei manchen Menschen eine Allergie auslösen können).
Etwas deutlicher wird es, wenn man bei der Stelle anfragt, die dieses Zeichen vergibt, oder bei einer
Verbraucherberatungsstelle). Ist die Vergabestelle des Zeichens nicht gewillt, nähere Hintergründe
über ihr Gütesiegel herauszugeben, sollte man skeptisch sein. Ebenso ist Vorsicht geboten, wenn man
zwar Unterlagen und Antworten bekommt, aber wenn die Ergebnisse der Schadstoffmessungen nicht
vergleichbar sind oder wenn es keine wissenschaftlichen und/oder gesetzlichen Vergleichswerte gibt.
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