Aufbau von Laminat- und Dekorböden
Tanja | 3 Dezember 2011 | 05:04Um eine hohe Strapazierfähigkeit des Belages zu erreichen, wird zuoberst eine Spezialbeschichtung aus Kunststoff (Lacke), oder ein Kunstharz getränktes, durchsichtiges Papier aufgetragen. Manche Hersteller härten die Oberfläche ihrer Böden sogar mit Elektronenbestrahlung und machen sie so extrem abriebfest. Die zweite Schicht mache das eigentliche Dekor aus. Bei Laminatböden folgt jetzt der Dekorfilm oder das Dekorpapier, auf dem das Holzdekor fotorealistisch wiedergegeben ist. Gerade bei den Dekoren ist die Technik so weit fortgeschritten, dass man sie kaum von echtem Holz unterscheiden kann.
Als Trägerplatte dient eine HDF-Holzfaser- oder Spanplatte. Diese Platten sind stark verdichtet und von daher sehr formstabil und müssen deshalb nicht so dick sein. Die HDF-Platte macht die dickste Schicht aus und verfügt über Nut und Feder zur leichten Verlegung.
Die unterste Schicht besteht aus dem sogenannten Gegenzug. Hierbei handelt es sich um ein beharztes Papier, das die Formstabilität der miteinander verleimten Schichten noch mal deutlich erhöhen soll. Die Qualität der genannten Schichten und Materialien wird ständig weiterentwickelt. Manche Hersteller fügen unter der Dekorschicht noch eine zusätzliche Schicht ein, um die Oberflächenhärte und Schlagfestigkeit des Bodens weiter zu verbessern.
Diese Böden glänzen aber noch mit weiteren Eigenschaften: Im Zuge des inzwischen etablierten Umweltgedankens verzichten die meisten Hersteller auf Inhaltstoffe, die mit der Zeit ins Gerede gekommen sind. So sind fast alle Produkte heute geruchsneutral und vor allem lösungsmittelarm („formaldehydfrei“)
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