Reden mit Pflanzen
Tanja | 14 August 2008 | 14:12Vielen Menschen tut es gut, mit Ihren Pflanzen zu sprechen, weil sie annehmen, dass es auch ihren ihren Pflanzen gut tut. Die Erklärung dieses Phänomens ist jedoch weniger in der Botanik zu suchen als vielmehr in der Psychologie. Es ist ähnlich wie mit dem Gärtnern nach dem Mond: Gärtner, die sich solch einer Philosophie verschrieben haben, kümmern sich nachweislich intensiver um ihre Schützlinge als andere – sie verbringen mehr Zeit mit Hege und Pflege, und das führt zu größeren Erfolgen. Wer mit seinen Pflanzen spricht, setzt sich stärker mit den grünen Mitbewohnern auseinander und bemerkt früh, wenn es den Pflanzen an irgendetwas fehlt. Die Pflanzen werden es einem danken, und man gibt sich selbst einen Rhythmus vor: Hab ich dich heute eigentlich schon gegossen?
Übrigens ist in wissenschaftlichen Studien nachgewiesen worden, dass es sich bei Pflanzen keineswegs um bewegungsunfähige, passive und statische Lebewesen handelt. Vielmehr ist die Fülle der molekularen Abläufe, die in Pflanzen bei der Kontaktaufnahme mit ihrer Umgebung stattfinden, erstaunlich. Sie benutzen dabei eine Art „chemische Sprache“. So kann man davon ausgehen, dass alleine schon der erhöhte Kohlendioxid-Gehalt, dem die Pflanzen beim Reden mit ihnen ausgesetzt sind, zu ihrem Gedeihen beiträgt.
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