Abhilfe bei Spinnmilben
Tanja | 10 Dezember 2011 | 04:58Einer der bedeutendsten Pflanzenschädlinge ist die Spinnmilbe, die vor kaum einer Pflanze haltmacht. Die maximal 0,5 Millimeter großen Spinnentierchen saugen an Blättern und Trieben, was zu Austrocknung und Absterben der Pflanzenzellen führt. Die Blätter bekommen einen fahlen Farbton und sind häufig mit weißgelben Punkten übersät. Bei starkem Befall sind Triebe und Blätter mit feinen Gespinsten überzogen. Die Folge: Blätter fallen vorzeitig ab, die Pflanzen sind enorm geschwächt.
Spinnmilben lieben es trocken und warm, dann steht einer Massenvermehrung nichts mehr im Wege. Zur Vorbeugung sorgt man für ein kühles, feuchtes Mikroklima und besprüht die Pflanzen regelmäßig mit Wasser oder erhöht auf andere Art und Weise die Luftfeuchtigkeit, z.Bsp. durch einen Zimmerbrunnen. Bei den ersten Anzeichen eines Befalls kann man mit Spritzmitteln, deren Wirkung auf den natürlichen Wirkstoffen des indischen Neembaumes beruht, recht gut für Abhilfe sorgen.
Als elegante Methode zur Bekämpfung von Spinnmilben können unter Glas oder im Innenbereich auch Nützlinge eingesetzt werden. Raubmilben gehören zu den wichtigsten Helfern bei der Bekämpfung von Spinnmilben im Wein- und Obstbau. Der Hobbygärtner kann sich das zunutze machen und einen Obstbaumzweig in seine befallenen Pflanzen hängen. Aber auch Florfliegenlarven helfen, Spinnmilben zu dezimieren. Diese Nützlinge kann man allerdings nicht im Laden, sondern nur über den Versandhandel beziehen.
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