Was tun bei bei Moniliabefall?
Tanja | 11 Dezember 2011 | 16:58Kirschbäume, Aprikosen und Mandeln, zunehmend aber auch Apfelbäume, werden von zwei nahe verwandten Monilia-Pilzen heimgesucht: der Spitzendürre und der Fruchtfäule. Die bekanntere Spitzendürre befällt die Triebspitzen der Bäume und bringt diese zum Absterben. Die Fruchtfäule erkennt man auf den befallenen Früchten an dem typischen Schimmelrasen, der auf braun verfärbtem Fruchtfleisch sitzt.
Monilia ist vor allem in feuchten Jahren ein Problem. Die Sporen des auf Trieben, vertrockneten Blüten und Fruchtmumien überwinternden Pilzes dringen im Frühjahr über die Blüten ein, keimen dort aus, und das Pilzgewebe wächst durch den Blütenstiel in die Triebe ein. Der Erreger der Fruchtfäule gelangt durch winzige Verletzungen der Früchte in diese hinein und vermehrt sich bei feucht-warmer Witterung rasend schnell.
Durch Rückschnitt ins gesunde Holz kann die Krankheit zurückgedrängt werden. Nach jedem Schnitt sollte die Schere desinfiziert werden (mit Spiritus abwischen oder kurz abflammen), um eine Neuinfektion zu verhindern. Das Schnittgut, befallenes Laub und infizierte Früchte müssen entsorgt werden, gehören jedoch nicht auf den Hauskompost.
Der Befall kann durch einen regelmäßigen Auslichtungsschnitt zurückgedrängt werden, denn aufgelockerte Baumkronen trocknen viel schneller ab. Kirschen werden — eine Ausnahme von der
Regel – im Sommer nach der Ernte geschnitten. Die Wunden verheilen zu dieser Jahreszeit besser als bei sonst üblichem Spätwinterschnitt.
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