Schlechte Qualität bei Holzfensterrahmen
Tanja | 16 Dezember 2011 | 16:58Ein hohes Kostensenkungspotential beim Hausbau bezogen auf die Erstellungskosten bieten die Fensterrahmen. Meist rächt sich es sich jedoch bereits nach wenigen Jahren, wenn hier an Material- und Ausführungsqualität gespart wurde.
So wurde bei einer Expertenstudie bei über der Hälfte der untersuchten Wohnhäuser Fenster verbaut, bei denen sich bereits deutliche qualitative Mängel des Materials und/oder der Verarbeitung zeigten.
In vielen Fällen wurde Weichholz wie zum Beispiel Fichte oder Kiefer verwendet, das insbesondere an der Westseite der Häuser deutliche Feuchtschäden aufwies, bis hin zur totalen Verrottung einzelner Wetterschenkel. Verstärkt wird dieses Problem, wenn Anstriche mit hohem Dampfdiffusionswiderstand verwendet werden, da hierdurch einmal in das Rahmenholz eingedrungenes Wasser kaum wieder austrocknen kann.
Die übliche Lebensdauer von Holzfenstern beträgt mehrere Jahrzehnte. Bei den beschriebenen Fenstern ist hingegen davon auszugehen, dass sie bereits in absehbarer Zeit ausgetauscht werden müssen. Auch durch teilweise aufwändige Instandsetzungsmaßnahmen wie den partiellen Holzersatz lassen sich Schäden in der Regel nur vorübergehend beheben.
Durch schlechte Verarbeitung hatten sich einige der untersuchten Fenster bereits so stark verzogen, dass sie kaum noch beziehungsweise nur mit hohem Kraftaufwand schließen ließen.
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