Die Baugarantieversicherung
Tanja | 17 Dezember 2011 | 17:00Wenn die Baufirma Konkurs anmeldet, ist der Bauherr fast immer der Dumme. Gezahlte Beträge gehen verloren, die Fertigstellung des Eigenheims durch andere Handwerker wird meist teurer. Dagegen hilft eine Baugarantieversicherung, die von der jeweiligen Baufirma abgeschlossen wird. Die Versicherung springt ein, wenn die Baufirma während der Bauphase ihre Zahlungen einstellt, das Vergleichsverfahren beantragt, in Konkurs oder Gesamtvollstreckung geht oder das Verfahren mangels Masse abgelehnt wird. Bauherren können dann den Bauvertrag kündigen und andere Unternehmen beauftragen, das Eigenheim fertig zu stellen.
Der Schutz vor der Pleite wirkt zweifach: Zum einen prüft die Versicherung vor dem Vertragsabschluss die Baufirmen gründlich auf die Qualität der Leistungen, des Managements, Zahlungsfähigkeit und Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften. Firmen mit einer Baugarantieversicherung sind dazu verpflichtet, Zahlungen des Bauherrn nur entsprechend dem Baufortschritt zu fordern.
Die Versicherung übernimmt zum anderen alle bis zur Fertigstellung entstehenden Kosten, abzüglich jenes Betrages, den der Bauherr der ursprünglichen Firma bis zur Fertigstellung hätte zahlen müssen. Voraussetzung ist, dass die Fertigstellung zu marktüblichen Preisen erfolgt. Deshalb müssen die Kostenvoranschläge der Handwerker bei der Versicherung eingereicht werden. Die Versicherung weist auf ungerechtfertigte Mehrkosten hin und vermittelt günstigere Handwerker.
Tipp: Vereinbaren Sie unbedingt schriftlich, dass die Baufirma auch ihre Subunternehmen in die Versicherung mit einbezieht.
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