Wissenswertes über Quitten
Tanja | 19 Dezember 2011 | 16:58Der Anbau der Quitte wird bei uns noch zu stark vernachlässigt. Abgesehen von ihrem großen Zierwert zur Blütezeit und ihrem Fruchtschmuck sind Quitten auch für die Volksheilkunde bedeutungsvoll.
So wie manche Ziergehölze und Beerenobstarten lassen sich auch die Quitten durch Steckholz vermehren, jedoch sind Baumschulpflanzen vorzuziehen. Diese sind auf geeignete Unterlagen veredelt, die Fruchtqualität und Frosthärte beeinflussen. Für Freizeitgärten ist nur die Buschform empfehlenswert.
Gute Fruchtqualitäten erreicht man nur in wärmeren Lagen, wobei die Bodenqualität nicht so sehr entscheidend ist. Die Baumscheibe sollte wegen der Frostgefahr und zur Feuchtigkeitsregulierung stets bedeckt sein. Bei Trockenheit bleiben die Früchte nur klein. Quitten sind in der Regel selbstfruchtbar.
Nach dem Pflanz- und Erziehungsschnitt im Jugendstadium ist später nur noch ein Auslichtungsschnitt erforderlich. Besonders nach der Fruchtform, aber auch nach den inneren Qualitätseigenschaften unterscheiden wir zwei Gruppen: die „Birnenförmigen“ mit weichem, saftigem Fruchtfleisch und die „Apfelförmigen“ mit hartem, trockenem, aber aromatischem Fruchtfleisch.
Hier noch ein Überblick über die gängigsten Sorten:
Bereczkiquitte – Birnenquitte, gedeiht in warmen Lagen, hat einen üppigen Wuchs
Champion – Birnenquitte, pflegeleicht, sehr aromatischer Geschmack, starker Duft der Früchte
Konstantinopeler – Apfelquitte, frosthärter und fruchtbarer als andere Sorten
Portugiesische Quitte – Birnenquitte, im Holz frostempfindlich, in punkto Aroma und weitere Verarbeitung eine der besten Sorten
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