Wissenswertes zum Regenwasser
Tanja | 24 Dezember 2011 | 04:58Bis vor einigen Jahren hieß die unumschränkte Gärtnerregel, dass es für Pflanzen nichts Besseres zum Gießen gäbe als Regenwasser. Leitungswasser ist oft sehr hart und manchmal sogar gechlort. Damit zu gießen, kann in trockenen Sommern zum teuren Vergnügen werden und reduziert die ohnehin knappen Trinkwasser-Reserven. Regentonnen sind der Ausweg und machen den Gärtner unabhängig vom Leitungswasser. Das hier aufgefangene Nass gleicht sich der Umgebungstemperatur an und bekommt den Pflanzen besonders gut, denn es ist weich und temperiert.
Aber: Regenwasser ist nicht mehr so sauber wie einst. Fangen Sie deshalb nicht alles auf, was vom Himmel herunterkommt. Wenn es nach längerer Trockenheit zum ersten Mal wieder regnet, decken Sie Ihre Tonne zu, den Schmutz von Luft und Dach lassen Sie erst einmal eine halbe Stunde lang herunterregnen. Und untersuchen Sie das Regenwasser. Den Säuregrad beziehungsweise pH-Wert kann man selbst mit Indikatorpapier oder Tablette bestimmen. Sie erhalten diese Tests im Gartenfachhandel, im Zoofachhandel, in Fachgeschäften für Aquaristik oder in solchen für Laborbedarf.
Ist Ihr Gießwasser sauer, so sollten Sie es bei pH-Werten unter 4 nicht mehr sammeln. Da es aber ohnehin auf den Boden fällt, sind hier regelmäßige Bodenproben angesagt, mindestens alle 2 Jahre. Abhilfe bei saurem Boden schafft Einbringen von Kalk.
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