Der Blower-Door-Test
Tanja | 27 Dezember 2011 | 17:02Beim Blower-Door-Test wird nur eine Tür oder ein Fenster geöffnet und dann mit einem winddichten Stoff- oder Kunststoffrahmen ausgefüllt. In dem Rahmen ist ein starker Ventilator eingebaut, der eine kleine Druckdifferenz zwischen dem Inneren des Hauses und der Umgebung aufbaut. Je nach Dichtheit des Hauses muss der Ventilator mehr oder weniger stark arbeiten, um die Druckdifferenz über eine Stunde hinweg zu halten. Hieraus wird das Maß der Undichtigkeit, die sogenannte Luftwechselrate, bestimmt. Ein guter Wert für die Luftwechselrate ist bei Einfamilienhäusern das ein- bis eineinhalbfache Luftvolumen des Innenraums. Schlechte Werte gehen bis zum sechs- bis achtfachen Luftvolumen. Um Leckagen genau zu lokalisieren, können auch kleine Mengen ungiftiger Prüfnebel versprüht werden, die zu den undichten Stellen ziehen.
Es empfiehlt sich, den Test nicht erst bei Fertigstellung des Hauses durchzuführen, weil Nachbesserungen dann nur noch mit großem Aufwand möglich sind. Ein guter Zeitpunkt ist nach der Montage der Dampfsperre im Dachgeschoss. Der Innenputz muss aufgebracht und der Estrich verlegt sein. Alle Fenster und Fensterbänke sollten ebenfalls schon montiert sein.
Legen Sie bereits in den zusätzlichen technischen Vertragsbedingungen fest, dass ein Blower-Door-Test durchgeführt wird und dass die Kosten hierfür zwischen den Firmen aufgeteilt werden, bei denen Mängel in der Ausführung festgestellt werden.
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