Maßnahmen gegen Blattvergilbungen
Tanja | 28 Dezember 2011 | 16:59Blattvergilbungen sind eine Störung des inneren Systems bei der Blattgrünbildung. Wachstumsvorgänge und Kohlehydratbildung der Obstgehölze werden durch diese Schädigung beeinträchtigt oder im Extremfall ganz unterbunden, der Ertrag geht zurück. Eine der häufigsten Vergilbungsursachen ist die Eisen- oder Kalkchlorose. Sie kommt folgendermaßen zustande:
Eines der Hauptelemente des Blattgrüns ist das Eisen. Fehlt dieses, dann kommt es zur Chlorose und zur Einstellung der Assimilation. In den meisten Böden ist zwar ausreichend Eisen vorhanden, es wird aber durch zu hohen Kalkgehalt festgelegt, so dass es beim Aufbau des Blattgrüns fehlt, und die Blätter vergilben.
Man hat beobachtet, dass Obstbäume in Grasflächen (nicht Rasen!) weniger betroffen sind, weil die Wurzeln nicht in tiefere, alkalische Schichten, sondern im Wurzelhorizont der Gräser wachsen. Ähnliche Wirkung hat das Mulchen, also das Bedecken des Bodens mit organischem Material, wie Laub, Stroh, Kompost oder Torf. Am schnellsten wirken Eisenpräparate über das Laub, das heißt, sie werden mit der Rückenspritze 3 – 5 mal im Abstand von 4-7 Tagen bei trockener, aber trüber Witterung oder abends gespritzt.
Derartige Maßnahmen wirken jedoch nur für eine Vegetationsperiode und müssen jährlich so lange wiederholt werden, bis sich der pH-Spiegel des Bodens durch Kulturmaßnahmen wie Bodenbegrünung oder Mulchen so gesenkt hat, dass diese Eisenpräparate entbehrlich werden.
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