Lüftung nicht um jeden Preis
Tanja | 5 September 2008 | 10:09Bei künstlicher Lüftung muss die Luft mit ca. 23 °C eingeblasen werden. Damit tritt der Effekt ein, dass die Atemluft aus medizinischer Sicht eigentlich zu warm ist.
Wird die Anlage mit Umluft gefahren, um Energie zu sparen, ist der Sauerstoffanteil herabgesetzt, der Stickstoffanteil erhöht, und je nach Filterung ist auch der Anteil an Stäuben, Dämpfen, Fasern, Mikroorganismen und Gasen höher als in der Außenluft.
Es ist auch einsichtig, dass die Luft bei der Durchströmung von metallenen Geräten, Filtern, Kanälen die elektrische Ladung ihrer Moleküle und damit die natürliche Ionisation verändert. Ein weiterer Kritikpunkt ist die Gleichförmigkeit des künstlich erzeugten Klimas. Damit wird die natürliche Reizwirkung des Organismus durch Klimaschwankungen ausgeschlossen. Das so erzeugte Raumklima ist Gegenstand vieler Klagen von Menschen, die sich ganztägig in klimatisierten Räumen aufhalten müssen. Ihre Anfälligkeit für Erkrankungen ist in der Regel höher als die vergleichbarer Gruppen in konventionell beheizten und belüfteten Räumen.
Die künstliche Klimatisierung ist nur zu vertreten, wenn die Außenverhältnisse eine natürliche Belüftung nicht zulassen oder die Nutzung der Räume die künstliche Lüftung zwingend erfordert. In aller Regel aber kann die Hochbauplanung die Funktionen und die Raumzuschnitte so ordnen, dass eine natürliche Lüftung möglich ist oder eine künstliche Lüftung nur für wenige innenliegende Räume erforderlich wird.
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