Dachbegrünung
Tanja | 31 Dezember 2011 | 05:00Die Begrünung von Dächern trägt zur Verbesserung des Kleinklimas bei, wobei die Wirkung jedoch oft überschätzt wird. Sinnvoll ist es jedoch in urbanen Regionen, um fehlendes Grün zu ersetzen.
Wegen des fehlenden Bodenanschlusses sind die Bepflanzungsmöglichkeiten eingeschränkt. Die Konstruktion vieler Dächer lässt nur eine begrenzte Belastung zu. Auch die geringe Pflegemöglichkeit auf Dächern erschwert die Begrünungsformen. Es wird unterschieden zwischen zwei Arten der Begrünung:
Extensivbegrünung: dünne, pflegearme, trockenresistente Begrünung mit niedrigen Pflanzen, wie kleine Stauden, Gräser und Moose. Die Dicke der Wachstumsschicht liegt zwischen 5 und 12 cm.
Intensivbegrünung: aufwendigere Bepflanzung mit größerem Grünvolumen aus Rasen, Stauden, Kleingehölzen und punktuell auch größeren Büschen. Die Wachstumsschicht ist zwischen 10 und 30 cm stark, für größere Gehölze auch mehr.
Beide Begrünungsformen sind auf flachen und geeigneten Dächern bis 30 ° möglich. Bei diesen Dächern muss der Schub des Dachaufbaus durch parallel zur Traufe angeordnete Bohlen aufgefangen werden. Sie dienen im begrenzten Umfang auch der Wasserhaltung, denn das geeignete Dach entwässert sehr schnell. Zur Wassersammlung und Abführung ist im Traufbereich eine Kiespackung anzuordnen.
Jede Dachkonstruktion muss im Hinblick auf die zusätzlichen Lasten überprüft werden. Die Dachhaut muss in einwandfreiem Zustand sein. Die vorhandene Wärmedämmung muss eine für die zusätzliche Belastung geeignete Druckfestigkeit aufweisen.
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