Baukosten bei der Planung minimieren
Tanja | 3 Januar 2012 | 04:58Bereits der Entwurf hat erhebliche Auswirkungen auf die Baukosten eines Hauses. Schlichte, rechteckige Bauformen mit einfachen Pult- oder Satteldächern sind in der Ausführung und hinsichtlich des zu erwartenden Energiebedarfs kostengünstiger als verschachtelte Gebäude mit mehrfach abgewickelten Dächern. Flexible Grundrisse mit gleich großen Räumen lassen unterschiedliche Variationen und Kombinationen der Nutzung zu. Hierdurch können die über die Nutzungsdauer eines Gebäudes sich verändernden Lebensumstände berücksichtigt werden. So kann ein bei Gebäudeerrichtung nicht genutzter Raum im Dachgeschoß nach weiterem Ausbau zunächst als Elternschlafzimmer dienen, zu einem späteren Zeitpunkt den heranwachsenden Kinder als Zimmer oder als erste eigene Wohnmöglichkeit und nach deren Auszug beispielsweise zu einem Hobbyraum umfunktioniert werden. Bei der Grundrissplanung sollten reine Verkehrsflächen vermieden werden, da diese Flächen ohne Wohnwert die ohnehin nur begrenzt zur Verfügung stehende Wohnfläche des Gebäudes reduzieren. Der Verzicht auf nicht notwendige Innenwände, etwa zwischen Wohnraum und Küche, lässt das Raumgefüge großzügiger erscheinen.
Bei der Wahl der Fenster ist zu berücksichtigen, dass Standard-Fensterformate und identische Formate innerhalb eines Hauses einer Vielzahl unterschiedlicher, eventuell speziell angefertigter Fenstergrößen vorzuziehen sind. Im Stadium der Gebäudeplanung sind die Möglichkeiten der Kostenbeeinflussung am größten, je später Änderungen vorgenommen werden, desto höher steigen die Kosten hierfür.
Ein größerer Aufwand bei der Planung macht sich daher letztlich bezahlt.
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