Bekämpfung der Johannisbeer-Gallmilbe
Tanja | 3 Januar 2012 | 16:58Die Johannisbeer-Gallmilbe befällt überwiegend Schwarze Johannisbeeren, seltener Rote und Weiße Johannisbeeren.
Der Befall äußert sich bei Schwarzen Johannisbeeren durch stark angeschwollene, sogenannte Rundknospen, die bei anderen Johannisbeeren weniger ausgeprägt sind. Besonders gerne werden ältere, ungepflegte Sträucher befallen. Der Strauch bildet keine Jahrestriebe und daher weniger Blattfläche und Blüten, die Pflanze wird entscheidend geschwächt. Indirekt werden die Sträucher noch dadurch geschädigt, dass die Milben den Virus der Brennesselblättrigkeit übertragen, der darüber hinaus noch eine Triebhemmung verursacht.
Ausgewogene Ernährung, Bodenbedeckung und fachgerechter Schnitt – kurz vor dem Austrieb oder kurz nach der Ernte – verhindern vorzeitige Vergreisung und mindern der Befall.
Die Milben leben zu mehreren Tausend in je einer Knospe, die sie im Frühjahr bei wärmerer Witterung verlassen. Wegen ihrer geringen Größe von etwa 0,2 mm wird die Auswanderung nur selten beobachtet. Wind oder blütenbesuchende Insekten verbreiten die Milben oft über weite Strecken.
Eine Bekämpfung dieser Schädlinge ist vor dem Verlassen der Knospen und nach dem Eindringen mit chemischen Mitteln nicht möglich. Folgende Bekämpfungsmaßnahmen können ergriffen werden:
• Rundknospen im Winter entfernen und vernichten
• Mit Netzschwefel nur bei trübem Wetter oder abends kurz vor und etwa zehn Tage nach der Blüte spritzen
Unter gleichen Voraussetzungen kann man auch eine Behandlung mit Knoblauch probieren.
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