Bekämpfung der Fruchtschalenwickler
Tanja | 4 Januar 2012 | 16:58Der Fruchtschalenwickler befällt meistens Äpfel, aber auch Birnen und andere Obstarten. Der Befall äußert sich durch Schabe-, mitunter auch Skelettierfraß auf der Unterseite zusammengesponnener Blätter. An Früchten sieht man muldenförmige Fraßstellen unter den angesponnen Blättern.
Der Baum verliert Blatt- und damit Assimilationsfläche. Durch die Schabe- und Muldenverletzungen an den Früchten dringen Pilzkrankheiten ein.
Der Fruchtschalenwickler überwintert als halb ausgewachsene Raupe unter der Borke und in
Zweiggabelungen. Die Raupe verlässt ab Mitte März das Versteck, dringt in die sich öffnenden Knospen und frisst den frischen Austrieb. Dort verpuppt sie sich etwa Mitte Mai, um bereits 14 Tage später als ockerfarbener Falter wieder zu erscheinen. Das Weibchen legt etwa 300 Eier zu je 100 Stück auf Blätter, seltener auf Früchte. Nach 1 bis 2 Wochen schlüpfen die Raupen der Sommergeneration, die zunächst Blätter, später auch an den Früchten fressen. Sie überwintern in Verstecken am Stamm.
Mit einer speziellen Spritzung im Mausohrstadium der Blätter kann man die Raupen vernichten. Die erste Nachblütenspritzung gegen andere Schädlinge wirkt nicht gegen den Fruchtschalenwickler, weil die Raupen sich bereits verpuppt haben.
Um den richtigen Zeitpunkt für die Bekämpfung herauszufinden, setzt man ab Ende Mai Pheromonfallen ein oder erfragt die Flugzeiten bei den Pflanzenschutzämtern. Zwei Wochen nach dem Flug erfolgt die Bekämpfung.
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