Innenliegende Räume entlüften
Tanja | 12 September 2008 | 12:03Entlüftungsschächte für innenliegende Räume funktionieren wie ein Kamin: Durch den Auftrieb der warmen Luft und die Druckunterschiede am Gebäude strömt die geruchsbelastete Luft ins Freie. Herrscht außerhalb des Gebäudes Windstille und ist es draußen obendrein warm, funktionieren diese Entlüftungskamine allerdings nicht. Um den Luftwechsel zuverlässig unter allen Witterungsbedingungen aufrechtzuerhalten, muss die Abluft mit elektrischen Ventilatoren nach draußen befördert werden. Durch den Ventilator auf der Abluftseite wird ein leichter Unterdruck im Haus erzeugt, so dass Frischluft durch Zuluftöffnungen oder Fugen nachströmt. Die Dunstabzugshaube über dem Kochherd ist ein solches mechanisches Abluftgerät, das den fett- und wasserdampfhaltigen Küchendunst nach draußen bläst. Innenliegende WCs und Bäder werden mit kleinen Einbauventilatoren entlüftet, die in möglichst glatte Kunststoffrohre münden. Vorteilhafter und auch wegen der Geräuschentwicklung günstiger ist es, anstelle von mehreren kleinen Ventilatoren einen größeren Ventilator im nicht ausgebauten Dachraum zu montieren.
Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Lüftungsrohre vom kalten Dachraum an wärmegedämmt über Dach geführt werden, da sonst Kondensat entsteht und zurückfließt. Führen die Rohre durch mehrere Etagen und hat nicht jede Wohnung einen separaten Entlüftungskanal, sind Geruchs- und Lärmbelästigungen nicht auszuschließen. Für die Planung bzw. den Einkauf von Ventilatoren empfiehlt es sich, die dB-Angaben der Hersteller zur Geräuschentwicklung zu vergleichen.
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