Energetisches Sanieren
Tanja | 8 Januar 2012 | 04:58Wer sein Haus energetisch sanieren will, sollte nicht nur die Kosten schätzen, sondern ein Energiegutachten mit Wirtschaftlichkeitsberechnung erstellen lassen. Ansprechpartner hierfür sind die Verbraucher-Zentralen, die Energieversorgungsunternehmen und kommunale Beratungsstellen. Bezüglich der Maßnahmen kann man folgende Schritte als Leitfaden verstehen:
Dämmmaßnahmen sollten zeitlich vor der Heizungserneuerung durchgeführt werden, denn eine umfassende Dämmung senkt den Wärmebedarf des Gebäudes erheblich. Für den Kessel der neuen Heizung ist dann gegebenenfalls eine deutlich geringere Heizleistung ausreichend, was sich günstig auf den Wirkungsgrad der neuen Heizung auswirkt.
Maßnahmen wie die Kerndämmung der Außenwände, die Dämmung der Kellerdecke oder der obersten Geschossdecke sind von den übrigen Sanierungsarbeiten unabhängig und können jederzeit durchgeführt werden.
Die Fenstererneuerung muss vor oder gleichzeitig mit einer Außen- oder Innendämmung der Außenwände durchgeführt werden, da die neuen Fenster in die Dämmung eingebunden werden müssen.
Die Außendämmung wiederum ist nur im Zusammenhang mit einer notwendigen Fassadensanierung sinnvoll und wirtschaftlich.
Die Steildach- oder Flachdachdämmung ist von den übrigen Wärmedämmaßnahmen unabhängig, aber oft nur im Zusammenhang mit notwendigen Sanierungsmaßnahmen (Dachneueindeckung) wirtschaftlich sinnvoll.
Wer sein Haus umfassend energetisch sanieren möchte, sollte die Abfolge der Maßnahmen, die sich durchaus über mehrere Jahre hinziehen können, mit einem Energieberater oder dem planenden Architekten besprechen und mit den Handwerkern abstimmen.
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