Frisches Gemüse im Herbst
Tanja | 14 Januar 2012 | 16:59Vorgezogenes Gemüse kann noch in der ersten Septemberhälfte gepflanzt werden. Hierzu gehören Brokkoli, Endiviensalat, Kohlrabi, Grünkohl, Kopfsalat, Porree und Wirsing. Am besten pflanzt man bei bedecktem Himmel, wässert reichlich und hält den Boden auch an den nächsten Tagen gleichmäßig feucht. Wer bereits Folgesaaten früherer Gemüse ausgebracht hat, muss nun die Reihen ausdünnen. Durch Ausziehen schwächerer Sämlinge erhalten die übrigen genügend Platz. Kälteverträgliche Salate und Gemüse mit einer kurzen Entwicklungszeit kann man im September noch ins Freiland aussäen. Hierzu zählen Radieschen, Kresse, Feldsalat und Winterportulak. Wenn der Herbst recht warm ist, lässt sich ausgesäter Spinat noch vor dem Winter ernten, sonst muss man bis zum Frühjahr warten.
Ab Anfang Oktober sollte die Aussaat von Feldsalat, Winterspinat, Wintererbsen, Löffelkraut, Winterportulak und einjähriger Rucola unter einer schützenden Folie oder im Frühbeet erfolge; Wer über ein temperiertes Gewächshaus verfügt, kann dort sehr gut Salat und Kohlrabi pflanzen. Man sollte jedoch bedenken, dass gerade Salate, aber auch Spinat, Radieschen und Winterrettich beim Anbau unter Glas im Winter hohe Nitratgehalte aufweisen. Das liegt an der geringen Sonneneinstrahlung und ist gesundheitlich bedenklich, denn nach dem Verzehr kann sich giftiges Nitrit bilden.
Die Erntearbeiten im Gemüsegarten sind von der Frostempfindlichkeit der einzelnen Arten abhängig, was auch für den Kräutergarten gilt.
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