Vögel im Winter
Tanja | 15 Januar 2012 | 16:58Während die Menschen behaglich im warmen Haus sitzen, machen Vögel bei Eis und Schnee eine harte Zeit durch. Natürliche Nahrung bieten zunächst abgeblühte Stauden, die man bis zum Frühjahr stehen lassen sollte; sie werden beispielsweise von Distelfinken bevorzugt, die gerne die Samenstände plündern. Umstritten ist dagegen die gezielte Fütterung von Singvögeln. Vogelkundler vertreten die Meinung, dass die Tiere diese Form der Unterstützung nicht brauchen, weil dadurch Standvögel gegenüber den Zugvögeln bevorzugt würden. Das wiederum könne im Frühjahr bei der Verteilung der Nistplätze eine Rolle spielen: Gut genährte Standvögel seien gegenüber erschöpften Zugvögeln einfach im Vorteil. Im Hinblick auf das Gleichgewicht in der Natur kann man sich an folgende Regel halten: Erst ab Temperaturen unter -5 °C oder bei geschlossener Schneedecke füttern.
Aber welches Futter ist das richtige? Neben Sonnenblumenkernen empfehlen sich auch Rosinen, Obst, Haferflocken und Kleie. Damit werden auch die Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Meise, Amsel und Zaunkönig ausreichend versorgt. Auf keinen Fall sollten salzige Nahrung oder gar Essens- und Brotreste angeboten werden. Viele Singvögel sind auch in der Lage, die Schalen von Kürbiskernen aufzupicken – das ist eine energiereiche Kost für kalte Tage. Für die Fütterung eignen sich besonders gut Vorratsbehälter, die nur hin und wieder nachgefüllt werden müssen.
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