Holzschutzmittel vermeiden
Tanja | 16 Januar 2012 | 17:03Bei chemischen Holzschutzmitteln handelt es sich um Lacke und Lasuren, die biozide Wirkstoffe gegen Pilze und Insekten enthalten. Da es keine für den Menschen ungiftige chemische Holzschutzmittel gibt, sollte man sie in der Wohnung grundsätzlich nicht verwenden. Selbst in nicht beheizten Räumen haben Pilze und Insekten kaum Lebenschancen, weil sie für ihr Wachstum eine ständige Holzfeuchte von mindestens 20 Prozent benötigen. Wenn Sie für Wand- und Deckenbekleidungen trockenes Holz verwenden und für ausreichende Belüftung der Räume sorgen, ist ein Schädlingsbefall praktisch ausgeschlossen.
Auch die Art des verwendeten Holzes spielt eine Rolle. Gegenüber dem Hausbock sind alle Laubhölzer sowie das Kernholz aller Nadelhölzer resistent, gegen den Splintholzkäfer, der als einziger auch in trockenen Wohnräumen auftreten kann, alle Nadelhölzer und dunkelfarbige Laubhölzer. Grundsätzlich ist Kernholz weniger anfällig als Splintholz.
Im Garten sind vom Hersteller kesseldruckimprägnierte Hölzer eine Alternative zum Holzschutz. Beim Bau von Zäunen, Spalieren, Pergolen etc. aus unbehandeltem Holz können Sie den Einsatz von Holzschutzmitteln reduzieren oder sogar vermeiden, wenn Sie gegen Schädlingsbefall weitgehend resistente Hölzer wie Eiche oder Lärche verwenden, den Anstrich mit lösungsmittelarmen Lasuren regelmäßig wiederholen und die Grundregeln des „konstruktiven Holzschutzes” beachten. Das heißt, dass Sie beispielsweise bei Zäunen oder Pergolen durch eine grobe Kiesschicht oder einen Stein- oder Betonsockel direkten Erdkontakt vermeiden.
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