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Die Kragenfäule

Tanja | 19 Januar 2012 | 16:58

Der Erreger der Kragenfäule ist der Pilz Phytophthora cactorum. Er befällt Apfelbäume meist ab dem 10. Standjahr, ruft auch die Lederfäule bei Erdbeeren hervor und befällt Zierpflanzen, wie zum Beispiel Clematis.
Ein Befall äußert sich durch eine zunächst eng begrenzte, violette Rindenverfärbung über der Veredelungstelle. Werden die ersten Befallsmerkmale übersehen, so zieht sich die erkrankte Stelle in wenigen Jahren um den ganzen Stamm. Die Blätter vergilben und fallen vorzeitig ab.
Die Infektion breitet sich durch herabgefallene und tiefhängende Früchte aus. Diese sind Ausgangspunkt für die Ansteckung des Stammgrundes, wobei feuchtes Wetter die Pilzentwicklung begünstigt.
Befallene Stellen müssen ausgeschnitten werden. Vorbeugende Maßnahmen sind:
Abgefallene Früchte, vor allem in Regenperioden, aufsammeln und vernichten. Nicht vergraben oder in den Kompost geben!
Mechanische Beschädigungen der unteren Stammteile vermeiden. Frostrisse sofort versorgen, besser noch mit einem rechtzeitigen Stammanstrich verhindern.
Baumscheibe unkrautfrei halten, besonders Lupinen dürfen nicht in Stammhöhe wachsen
Befallenen Bäumen hilft man durch eine sogenannte Ammenpflanzung, sofern die Befallstelle noch nicht vollständig den Stamm umfasst. Dazu veredelt man oberhalb der Befallsstelle auf eigenen Wurzeln stehende, kräftige Apfeltriebe mit einem T-Schnitt in den Stamm ein. Am besten nimmt man dafür Triebe, die aus der Unterlage herauswachsen. Diese „Ammen“, auch Vorspann genannt, übernehmen die weitere Wasser- und Nährstoffversorgung des Baumes.

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Kategorien
Garten
Tags
Ammenpflanzung, Apfelbäume, Erreger der Kragenfäule, Kragenfäule, Kragenfäule bei Apfelbäumen, Lederfäule, Phytophthora cactorum, Veredlungsstelle, violette Rindenverfärbung, Vorspann
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