Ertrag aus nachhaltiger Bodennutzung
Tanja | 21 Januar 2012 | 16:58Bei der nachhaltigen Bodennutzung zählt man nur den echten Ertrag. Ertrag ist die Summe dessen, was man aus einem System herausbekommt, abzüglich dessen, was man hineingesteckt hat. Vierzig Kilo Kartoffeln durch die Arbeit von einem Nachmittag und ohne Einsatz chemischer Zusätze ist ein höherer Ertrag als zweihundert Kilo Kartoffeln von einer gleich großen Fläche, wobei zweifach umgegraben, Unkraut vernichtet, künstlich bewässert und chemische Dünger zugegeben wurde.
Im chemischen Anbau neigt man dazu, ökologische Anbausysteme wegen „geringer Erträge“ schlecht zu machen. Allerdings bezieht man die am Boden angerichteten Schäden bei der Ertragsberechnung nicht mit ein. Auch die Gesundheitsschäden, die sich durch Chemikalien ergeben können, sind von der Berechnung ausgeschlossen. Der rasante Anstieg an Asthmafällen kann nicht nur eindeutig auf die Luftverschmutzung, sondern auch auf die zunehmende qualitative Verschlechterung der Nahrungsmittel zurückgeführt werden.
Monokulturen führen ebenfalls zu künstlich hohen Ergebnissen, denn der Ertrag wird immer nur für eine Saison berechnet. Die Mischkultur ist langfristig gesehen viel ertragreicher, auch wenn es Jahre dauert, bis dieses Anbausystem so entwickelt ist, dass es sein Optimum erreicht. Einmal dort angekommen, erweist es sich aber als konstant, und Ertrag sowie Boden sind dauerhaft gesund. Produktvielfalt bedeutet eine Verminderung von Gesundheitsrisiken und sichert außerdem die Ernte, falls der Anbau einer bestimmten Art fehlschlägt.
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