Trockenmauerwerk
Tanja | 30 September 2008 | 12:35Als logische Weiterentwicklung der mörtelfreien Stoßfuge haben die Bautechniker einen Leichtbetonstein für Trockenmauerwerk entwickelt. Mittlerweile sind schon Hunderte von Häusern damit errichtet worden, und sie stehen fest und solide wie jedes konventionell gemauerte Gebäude. Trockenmauerwerk ohne Mörtel bietet neben der rationellen Verarbeitung sogar entscheidende Qualitätsvorteile.
Trockenmauerwerk ist in unbelastetem Zustand stabiler als eine frisch vermörtelte Wand. Das Risiko für durch Feuchtigkeit verursachte Bauschäden wird wesentlich gesenkt. Der Bauherr kann sofort nach Fertigstellung in ein vollkommen trockenes Haus einziehen. Langwieriges und kostenträchtiges Trockenheizen des Rohbaus entfällt.
Trockenmauerwerk aus Leichtbeton kommt mit einer Höhentoleranz von weniger als 1 mm aus der Fertigung. Die Unterseite der Steine wird anschließend maschinell plangeschliffen.
Bei diesen Voraussetzungen wird die Funktion des Mörtels als Toleranzausgleichsschicht schlichtweg überflüssig. Die besondere Oberflächenstruktur der aus Naturbims hergestellten Steine sorgt auch ohne Mörtel dafür, dass die trocken aufeinander geschichteten Steine sich dennoch kraftschlüssig ineinander verkrallen. Schon bei geringer Belastung entsteht eine so stabile Verbindung, dass die üblichen Druck- und Scherspannungen problemlos von den Wänden aufgenommen werden.
Die raue und porige Oberfläche des Trockenmauerwerks stellt übrigens einen idealen Putzträger dar. Eine Armierung des Unterputzes ist nicht erforderlich. Der Außenputz übernimmt wie bei jedem normal vermörtelten Mauerwerk die Abdichtfunktion.
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