Gütesiegel für Holz – was steckt dahinter?

Gütesiegel sollen dem Verbraucher Sorgen nehmen. Etliche Aufkleber sind aber nur Fantasieprodukte der Verkäufer. Nur die folgenden drei kontrollieren den Weg des Holzes vom Wald bis zum Endprodukt.

Umfassend kontrolliert das „FSC“, bei dem Waldbesitzer, Umweltverbände, aber auch Gewerkschaften mitwirken. Pestizide sind nur erlaubt, wenn es die Behörden vorschreiben, Urwälder sind tabu, Rechte einheimischer Völker – ob der Indianer am Amazonas oder der Same in Lappland – werden beachtet, Kahlschlag ist Ausnahme.

In keinem Fall sind Kahlschläge beim „Naturland-Siegel“ erlaubt, dessen Prüfer sonst ähnlich wie bei FSC vorgehen. Sie konzentrieren sich aber auf die deutschen Wälder, wo sie gut 50.000 Hektar zertifizieren. FSC prüft 500.000 Hektar in Deutschland und 90 Millionen Hektar weltweit.

Die „PEFC“ hat in Deutschland 6 Millionen Hektar registriert, weltweit 200 Millionen Hektar. Allerdings begutachtet die nur von Waldbesitzern getragene Organisation statt einzelner Waldungen ganze Regionen. Kahlschlag ist die Ausnahme, Pestizide sind erlaubt. Soziale Aspekte spielen keine Rolle, der Urwaldschutz ist löchrig.

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